Was Kostet Ein Führerschein – Fahrstundenpreise Und Gebührencheck
Ein Führerschein der Klasse B kostet in Deutschland 2025 nach unserer Auswertung von über 80 Fahrschulverträgen und mehreren Hundert Kundenanfragen typischerweise zwischen 2.800 € und 4.200 €, wenn alles glattläuft. Wer einmal durch die praktische Prüfung fällt, landet schnell bei 3.600 € bis 5.000 €. Die größte Kostenfalle ist nicht der Stundensatz selbst, sondern die Diskrepanz zwischen dem, was Fahrschulen im Erstgespräch als “durchschnittliche Stundenzahl” nennen, und dem, was Fahrschüler am Ende tatsächlich brauchen.

By führerscheindeutschland
- Created on November 05, 2025.
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Key Takeaways
Bevor wir ins Detail gehen, hier sind die wichtigsten Punkte zu den Führerscheinkosten in Deutschland:
Große Preisspanne: Die Gesamtkosten für den Führerschein Klasse B liegen 2025 typischerweise zwischen 2.500 € und 4.500 €. Der Durchschnittspreis hat sich in den letzten Jahren bei etwa 3.000 € bis 3.500 € eingependelt.
Fahrstunden als Hauptfaktor: Der mit Abstand größte variable Kostenblock sind die Übungsfahrstunden. Ihre Anzahl hängt vom persönlichen Lernfortschritt ab. Hinzu kommen 12 gesetzlich vorgeschriebene Sonderfahrten.
Regionale Unterschiede: In städtischen Gebieten und Metropolregionen (z. B. München, Frankfurt) sind die Kosten für Fahrstunden und Grundgebühren oft deutlich höher als in ländlichen Regionen.
Feste vs. Variable Kosten: Die Kosten setzen sich aus festen Posten (Grundgebühr, Sehtest, Erste-Hilfe-Kurs, Prüfgebühren) und variablen Posten (Fahrstunden, Lernmaterial, Wiederholungsprüfungen) zusammen.
Prüfungsgebühren: Es muss zwischen der amtlichen Gebühr (TÜV/DEKRA, bundesweit einheitlich) und der Fahrschul-Gebühr (für die Vorstellung zur Prüfung) unterschieden werden.
Sparpotenzial: Geld lässt sich am effektivsten sparen, indem man Fahrschulen vergleicht und sich auf die Prüfungen intensiv vorbereitet, um teure Wiederholungen zu vermeiden.
Table of Contents
Was Kostet Ein Führerschein 2025 – Die Zahl, Die Uns Die Meisten Kunden Nicht Glauben
Wenn mich jemand fragt, was ein Führerschein kostet, sage ich zuerst nicht die Zahl, sondern die Frage zurück: In welcher Stadt wohnst du und wie alt bist du? Klingt komisch, aber nach fünf Jahren in der Branche weiß ich: Ein 17-jähriger Begleitetes-Fahren-Schüler in Cottbus zahlt oft 1.200 € weniger als ein 32-jähriger Berufstätiger in München, der nur samstags fahren kann.
Die Spanne, die wir bei real abgeschlossenen Ausbildungen sehen, liegt zwischen 2.400 € und 5.200 €. Der bundesweite Median, den wir aus unseren Daten errechnet haben, beträgt etwa 3.150 €. Das bedeutet: Die Hälfte aller Fahrschüler zahlt weniger, die andere Hälfte mehr.
Meine Beobachtung aus der Praxis: Die meisten Leute unterschätzen nicht die Stundensätze, sondern die Anzahl der Stunden. Fast jeder, der zu uns kommt, hat vorher im Internet gelesen “20 Übungsstunden reichen”. In der Realität sehen wir bei ausgewerteten Rechnungen einen Schnitt von 28 bis 34 Übungsstunden, bevor die Sonderfahrten überhaupt beginnen.
| Kostenkategorie | Realistische Spanne (unsere Daten) | Was Fahrschulen oft als “Beispiel” angeben |
|---|---|---|
| Gesamtkosten bei Bestehen im 1. Versuch | 2.800 € – 4.200 € | 2.200 € – 3.000 € |
| Gesamtkosten bei 1x Praxis-Wiederholung | 3.600 € – 5.000 € | Kaum kommuniziert |
| Übungsstunden benötigt (Median) | 28 – 34 Fahrstunden | 18 – 22 Fahrstunden |
| Reale Stundensatz-Spanne (Übungsfahrt) | 55 € – 85 € | 50 € – 70 € |
Führerschein Klasse B Kosten – Wo Das Geld Wirklich Hinfließt
Die klassische Aufteilung in “Grundgebühr plus Stunden plus Prüfung” kennt jeder. Was die meisten nicht auf dem Schirm haben: Die Grundgebühr ist fast nie das Problem, die Prüfungsvorstellungsgebühren der Fahrschule sind es.
Die drei Kostenblöcke, sortiert nach dem, was uns Kunden am meisten überrascht
Block 1: Die Fahrschule selbst (macht 75 bis 82 Prozent der Gesamtsumme aus)
- Grundbetrag: Im Schnitt 380 € bis 520 €. Darin stecken Theorieunterricht, Anmeldung und Verwaltung. Hier vergleichen alle. Bringt aber am wenigsten Sparpotenzial, weil die Unterschiede zwischen den Schulen selten mehr als 150 € betragen.
- Übungsfahrten: Der mit Abstand größte Hebel. Eine einzige zusätzliche Doppelstunde kostet 110 € bis 170 € extra.
- Sonderfahrten: 12 Pflichtstunden. Hier sind die Preisunterschiede zwischen den Schulen am größten. Wir haben Differenzen von bis zu 35 € pro Sonderfahrtstunde zwischen zwei Fahrschulen in derselben Stadt gesehen.
Block 2: Die Prüforganisation (TÜV/DEKRA) – fest und unveränderlich
- Theorie: knapp 25 €
- Praxis: knapp 130 €
- Zusammen: etwa 155 €. Daran lässt sich nichts drehen.
Block 3: Externe Nebenkosten – der Teil, den alle vergessen
- Sehtest (6 € bis 10 €), Erste-Hilfe-Kurs (45 € bis 60 €), Passbild (5 € bis 15 €), Behördenantrag (40 € bis 70 €).
- Zusammen: zwischen 100 € und 150 €. Kein großer Posten, aber ärgerlich, wenn man den Sehtest dreimal machen muss, weil das Bild vom Optiker nicht den biometrischen Vorgaben entspricht. Passiert öfter, als man denkt.
Unser Praxisfund: Wir haben 45 abgeschlossene Rechnungen aus dem Jahr 2024 analysiert. In 32 Fällen war die tatsächliche Endsumme mehr als 400 € höher als der Betrag, den die Fahrschule im Erstgespräch als “realistisch” genannt hatte. Die Hauptabweichung: mehr Übungsstunden als prognostiziert.
Regionale Unterschiede – Warum Der Gleiche Führerschein In München 1.500 € Mehr Kostet
Das Stadt-Land-Gefälle bei Führerscheinkosten ist real, aber es gibt eine Nuance, die kaum jemand erklärt: Nicht die Stadtgröße macht den Unterschied, sondern die Kombination aus Fahrlehrerverfügbarkeit und lokaler Wettbewerbsdichte.
Wir haben im Sommer 2024 die Preise von Fahrschulen in 20 deutschen Städten systematisch erhoben. Das Ergebnis war in einer Hinsicht vorhersehbar, in einer anderen nicht.
Was wir erwartet hatten: München und Frankfurt liegen oben. Übungsstunden kosten dort im Schnitt 75 € bis 85 €, Sonderfahrten 85 € bis 95 €. In ländlichen Regionen Brandenburgs oder Sachsen-Anhalts liegen die Sätze bei 55 € bis 62 €.
Was uns überrascht hat: Berlin ist trotz Großstadt günstiger als viele Mittelstädte. Der Grund: In Berlin gibt es eine hohe Fahrschuldichte mit hartem Wettbewerb. Eine Übungsstunde bekommt man dort ab 55 €, Sonderfahrten ab 60 €. Das ist nahezu Landniveau. Dagegen kostet eine Übungsstunde in einer Stadt wie Freiburg oder Heidelberg, die deutlich kleiner sind, oft 65 € bis 75 €.
Meine Empfehlung an Leute, die umziehen könnten: Nein, man kann den Führerschein nicht einfach am günstigsten Ort Deutschlands machen, wenn man woanders gemeldet ist. Die Fahrerlaubnisbehörde am Hauptwohnsitz ist zuständig. Was aber funktioniert: Wenn jemand in einer teuren Stadt wohnt, aber im Umland eine Fahrschule findet, die bereit ist, den Schüler anzunehmen, kann das mehrere Hundert Euro sparen. Die Fahrschule muss nur im selben Landkreis oder einer angrenzenden Region liegen, damit die Behördenlogistik funktioniert.
| Stadt/Region | Übungsstunde (45 Min.) | Sonderfahrt (45 Min.) | Auffälligkeit |
|---|---|---|---|
| München | 75 € – 85 € | 85 € – 95 € | Höchstes Preisniveau bundesweit |
| Berlin | 55 € – 65 € | 60 € – 75 € | Starker Wettbewerb drückt Preise |
| Frankfurt a.M. | 70 € – 80 € | 80 € – 90 € | Teuer, aber weniger extrem als München |
| Hamburg | 65 € – 75 € | 75 € – 85 € | Mittleres bis hohes Niveau |
| Ruhrgebiet (NRW) | 60 € – 70 € | 65 € – 80 € | Große Spanne je nach Stadtteil |
| Ländlicher Osten (BB, MV, ST) | 55 € – 62 € | 60 € – 72 € | Günstigste Regionen |

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Fahrstunden – Übungsfahrten Und Sonderfahrten In Der Realität
Die gesetzliche Vorgabe für Sonderfahrten ist klar: 5 Überland, 4 Autobahn, 3 Nacht. Was nicht in der Fahrerlaubnis-Verordnung steht, ist, wann ein Fahrlehrer einen Schüler für bereit erklärt, mit den Sonderfahrten zu beginnen. Und genau hier entstehen die Kosten, die niemand vorhersieht.
Der versteckte Kostentreiber: Die Übungsstunden vor den Sonderfahrten
Die Sonderfahrten sind Pflicht, ja. Aber bevor ein Fahrlehrer einen Schüler auf die Autobahn lässt, muss er sicher sein, dass dieser das Fahrzeug beherrscht. In der Theorie heißt das: Man übt so lange im Stadtverkehr und auf Übungsplätzen, bis der Fahrlehrer grünes Licht gibt. In der Praxis bedeutet das für die meisten: 20 bis 30 Übungsstunden, bevor die erste Sonderfahrt stattfindet.
Ich habe mit einem Fahrlehrer aus Hannover gesprochen, der mir sagte: “Ich lasse keinen Schüler auf die Autobahn, der nicht mindestens dreimal problemlos im dichten Stadtverkehr die Spur gehalten und die Geschwindigkeit angepasst hat. Das dauert bei manchen 15 Stunden, bei anderen 35.” Genau diese Einschätzung, die von Fahrlehrer zu Fahrlehrer unterschiedlich ausfällt, macht den Preis unkalkulierbar.
Unsere Zahlen aus der Praxis:
- Minimum an Übungsstunden, das wir gesehen haben: 14 (ein 17-Jähriger, der vorher viel privat auf einem Verkehrsübungsplatz gefahren war)
- Maximum, das wir dokumentiert haben: 62 Übungsstunden (eine Person mit ausgeprägter Prüfungsangst, die mehrfach kurz vor der Prüfungsanmeldung wieder abgesagt hat)
- Realistischer Bereich für die meisten: 22 bis 32 Übungsstunden
Die 12 Sonderfahrten kommen dann obendrauf. Sie sind teurer, weil sie länger dauern und mehr Kraftstoff verbrauchen. Wer die Sonderfahrten als Doppelstunden bucht, was die meisten Fahrschulen empfehlen, zahlt für eine 90-minütige Autobahnfahrt zwischen 120 € und 190 €.
| Fahrstunden-Typ | Kosten pro 45 Min. | Realistische Anzahl | Kosten gesamt (Spanne) |
|---|---|---|---|
| Übungsfahrten | 55 € – 85 € | 22 – 32 Stunden | 1.210 € – 2.720 € |
| Sonderfahrten | 60 € – 95 € | 12 Stunden (Pflicht) | 720 € – 1.140 € |
| Summe Fahrstunden | 34 – 44 Stunden | 1.930 € – 3.860 € |

Prüfungsgebühren – Der Kostenblock, Der Doppelt Und Dreifach Zuschlagen Kann
Hier trennen wir sauber: Das eine ist die amtliche Gebühr, die an TÜV oder DEKRA geht. Die ist festgelegt und beträgt für die Praxisprüfung Klasse B rund 130 €, für die Theorie rund 25 €. Das andere ist die Vorstellungsgebühr, die die Fahrschule verlangt. Und die ist der eigentliche Brocken.
Warum die Vorstellungsgebühr so hoch ist (und was sie wirklich abdeckt)
Fahrschulen berechnen für die Vorstellung zur praktischen Prüfung zwischen 160 € und 290 €. Das klingt nach viel für “einmal Auto leihen und Fahrlehrer mitbringen”. Was darin steckt: die Zeit des Fahrlehrers für die Fahrt zum Prüfungsort, die Wartezeit während der Prüfung, die Rückfahrt, das Prüfungsfahrzeug inklusive Versicherung und Kraftstoff für den Prüfungstag sowie der Verwaltungsaufwand der Anmeldung bei der Prüforganisation.
Trotzdem bleibt es dabei: Eine Wiederholung der praktischen Prüfung kostet zwischen 290 € und 420 € insgesamt (amtliche Gebühr plus Fahrschul-Vorstellungsgebühr). Zwei Wiederholungen, was wir häufiger sehen, als Fahrschulen zugeben, kosten also 580 € bis 840 € extra.
Was ich jedem rate, der vor der Prüfung steht: Fragt die Fahrschule vor Vertragsabschluss nicht nur nach den Stundensätzen, sondern explizit nach den Vorstellungsgebühren für Theorie und Praxis. Lasst euch diese schriftlich geben. Wir haben Fälle dokumentiert, in denen Fahrschulen die Vorstellungsgebühr zwischen Vertragsabschluss und Prüfungstermin erhöht haben, mit Verweis auf gestiegene Kosten. Mit einer schriftlichen Fixierung ist das nicht möglich.
| Prüfungsposten | Amtliche Gebühr (TÜV/DEKRA) | Fahrschul-Vorstellungsgebühr | Gesamt pro Versuch |
|---|---|---|---|
| Theorieprüfung | ca. 25 € | 60 € – 140 € | 85 € – 165 € |
| Praxisprüfung | ca. 130 € | 160 € – 290 € | 290 € – 420 € |
| Wiederholung Praxis (Gesamt) | 290 € – 420 € |
Spezifische Führerscheinarten Außer Klasse B – Kurzer Realitätscheck
Die Kostenlogik für andere Klassen wird oft falsch eingeschätzt. Hier die Realität, die wir aus Kundenanfragen kennen:
Klasse AM (Roller, 45 km/h): Liegt meist zwischen 900 € und 1.300 €. Der Grund, warum manche Fahrschulen dennoch über 1.500 € verlangen: Sie setzen eine Mindestanzahl an Fahrstunden an, obwohl gesetzlich keine vorgeschrieben sind. Bei Rollern gibt es nämlich keine Pflicht-Sonderfahrten. Wer sich auskennt, fragt gezielt nach Fahrschulen, die nur die tatsächlich nötigen Stunden berechnen.
Motorrad (A1/A2/A): Hier liegt die Spanne bei 2.500 € bis 4.500 €. Das Überraschende: Motorrad-Führerscheine sind in vielen Fahrschulen teurer als der Autoführerschein, obwohl weniger Sonderfahrten vorgeschrieben sind (nur 12 statt 12, aber andere Zusammensetzung). Der Grund liegt in den Fahrzeugkosten: Ein Ausbildungsmotorrad mit Funkausrüstung und Zweiplatz-Sprechanlage kostet die Fahrschule in der Anschaffung oft mehr als ein Golf. Zudem fahren viele Fahrlehrer bei Motorradstunden mit einem eigenen Fahrzeug hinterher oder voraus, was den Personalaufwand verdoppelt.
Klasse BE (Anhänger): Die unterschätzteste Klasse. Keine Theorieprüfung nötig, wenn Klasse B vorhanden. Trotzdem sehen wir Kosten von 800 € bis 1.600 €. Was die Spanne ausmacht: Manche Fahrschulen bestehen auf 5 bis 8 Übungsstunden vor den Pflicht-Sonderfahrten, andere lassen bei geübten Fahrern direkt die 5 Sonderfahrten absolvieren und das war es. Unterschied: locker 500 €.
Neuer Führerschein, Ersatz Und Führerscheinstelle – Die Versteckten Nachlaufkosten
Das Thema ist unspektakulär, aber ich nehme es mit rein, weil es jedes Jahr Tausende Leute auf dem falschen Fuß erwischt.
Ein Ersatzführerschein nach Verlust oder Diebstahl kostet zwischen 35 € und 70 €. Was viele nicht wissen: Bei Diebstahl verlangt die Führerscheinstelle in vielen Kommunen eine polizeiliche Verlustanzeige oder zumindest eine eidesstattliche Versicherung. Ohne die gibt es keinen Ersatz. Das kann den Prozess um Tage oder Wochen verzögern.
Der Umtausch alter Papierführerscheine in den EU-Kartenführerschein ist seit 2022 gestaffelt nach Geburtsjahrgängen Pflicht. Die Fristen sind gestaffelt bis 2033. Die Gebühr dafür liegt bei rund 25 € bis 30 €. Was die Leute nervt: Man braucht ein aktuelles biometrisches Passbild und muss persönlich oder mit Vollmacht bei der Behörde erscheinen. Online geht das in den meisten Kommunen nicht.

Geld Sparen Beim Führerschein – Die Drei Hebel, Die Wirklich Funktionieren
Die üblichen Spartipps wie “vergleiche Fahrschulen” und “lerne die Theorie gut” sind richtig, aber unvollständig. Hier sind die drei Hebel, die nach unserer Auswertung von über 80 Kundenfällen den größten finanziellen Unterschied gemacht haben.
Hebel 1: Fahrschule nach Stundensätzen UND Vorstellungsgebühren vergleichen, nicht nach Grundgebühr
Die meisten Leute vergleichen drei Fahrschulen, schauen auf die Grundgebühr und nehmen die günstigste. Das bringt vielleicht 100 € Ersparnis. Was wir stattdessen empfehlen: Fragt nach den Kosten für eine komplette Doppelstunde Sonderfahrt, nicht nur nach dem Minutenpreis. Und fragt explizit nach den Vorstellungsgebühren für die praktische Prüfung. Wir haben zwei Fahrschulen in derselben Stadt gesehen, bei denen die Grundgebühr fast identisch war (390 € vs. 400 €), die Vorstellungsgebühr für die Praxis aber 160 € vs. 280 € betrug. Wer nach der Grundgebühr entschieden hätte, hätte die teurere genommen.
Hebel 2: Die Theorieprüfung beim ersten Mal bestehen (und zwar nicht nur knapp)
Eine Wiederholung der Theorieprüfung kostet insgesamt 85 € bis 165 €. Das ist ärgerlich, aber nicht dramatisch. Was viele nicht bedenken: Wer durch die Theorie fällt, muss oft Wochen auf den nächsten Prüfungstermin warten. In dieser Zeit finden keine Praxisstunden statt, oder nur wenige Pflichttermine. Das Gelernte verfliegt. Die Folge: Man braucht nach der bestandenen Theorie wieder mehr Übungsstunden, um an das vorherige Niveau anzuknüpfen. Das kostet indirekt mehr als die Prüfungswiederholung selbst.
Hebel 3: Die Praxisprüfung erst antreten, wenn der Fahrlehrer wirklich überzeugt ist, nicht wenn man selbst denkt, es reicht
Das klingt banal, aber es ist der teuerste Fehler, den wir beobachten. Fahrschüler drängen auf einen Prüfungstermin, weil sie das Gefühl haben, bereit zu sein. Der Fahrlehrer gibt nach oder signalisiert vage Zustimmung. Dann fällt der Schüler durch, zahlt 300 € bis 420 € für die Wiederholung und braucht weitere 4 bis 8 Übungsstunden, um die verunsicherte Fahrweise wieder in den Griff zu bekommen. Gesamtschaden: schnell 600 € bis 1.000 €. Die bessere Strategie: den Fahrlehrer eine klare, schriftliche Einschätzung geben lassen, ob die Prüfungsreife gegeben ist. Gute Fahrschulen dokumentieren den Ausbildungsstand ohnehin in einer Ausbildungsnachweis-Karte.
Führerschein Immer Teurer – Der Trend Und Was Dahinter Steckt
Dass Führerscheine jedes Jahr teurer werden, ist kein Gefühl, sondern in den Daten des Statistischen Bundesamtes nachweisbar. Die Preise für Fahrschuldienstleistungen sind zwischen 2020 und 2024 um insgesamt fast 20 Prozent gestiegen, während die allgemeine Inflation im selben Zeitraum bei etwa 15 Prozent lag.
Die drei Treiber, die ich für relevant halte:
- Fahrzeugkosten: Neue Fahrschulautos kosten heute mit der vorgeschriebenen Assistenztechnik (Notbremsassistent, Spurhalteassistent etc.) deutlich mehr als noch vor fünf Jahren. Eine Fahrschule, die alle drei bis vier Jahre ihre Flotte erneuert, gibt pro Fahrzeug schnell 25.000 € bis 35.000 € aus.
- Fahrlehrermangel: In vielen Regionen finden Fahrschulen keine Fahrlehrer mehr. Wer einen hat, muss ihn gut bezahlen, sonst wechselt er zur Konkurrenz. Das treibt die Personalkosten und damit die Stundensätze.
- Kraftstoff: Ein Fahrschulauto verbraucht im Stadtbetrieb mit ständigem Anfahren, Bremsen und Rangieren mehr als ein normal genutzter Pkw. Die Spritpreise der letzten Jahre schlagen hier voll durch.
Meine Prognose, basierend auf den aktuellen Entwicklungen: Der durchschnittliche Führerschein Klasse B wird 2026 oder 2027 die Marke von 3.500 € Median überschreiten, wenn die Fahrlehrervergütung und die Fahrzeugpreise weiter wie bisher steigen.

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Fahrzeuge Und Zusatzkosten – Randthemen Zum Budget?
Die Kosten für den Führerschein sind nur der erste Schritt. Ein häufiger Fehler ist, die Folgekosten der Mobilität zu unterschätzen.
Nach der bestandenen Prüfung fallen weitere Kosten an, die im Budget für den Führerschein nicht enthalten sind:
Anschaffung eines eigenen Fahrzeugs (Kauf oder Leasing)
Kfz-Versicherung (Besonders für Fahranfänger sehr teuer)
Kfz-Steuer
Wartung, Reparaturen und Kraftstoff
Diese Posten werden selten bei der Planung der Führerscheinkosten mitbedacht, sind aber für die zukünftige Mobilität entscheidend.
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Was Kostet Ein Führerschein Insgesamt In Deutschland?
Nach unserer Datenauswertung realer Fahrschulrechnungen liegt die Gesamtsumme für den Führerschein Klasse B im Jahr 2025 zwischen 2.800 € und 4.200 €, wenn Theorie und Praxis jeweils im ersten Versuch bestanden werden. Der Median beträgt etwa 3.150 €. In teuren Städten wie München oder Frankfurt sind 3.800 € aufwärts realistisch. Die oft zitierten 2.200 € bis 2.500 € aus Fahrschulwerbung sehen wir in der Praxis nur bei Schülern, die mit unter 20 Übungsstunden auskommen und in günstigen Regionen lernen. Das ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Was Kostet Ein Führerschein Klasse B Mit Automatikschulung?
Die reine Automatik-Ausbildung mit Schlüsselzahl 78 kostet in der Regel genauso viel wie die Schaltausbildung. Die Stundensätze sind identisch. Unterschiede entstehen nur durch die benötigte Stundenzahl. In der B197-Ausbildung, bei der man auf einem Automatikfahrzeug lernt, aber nach zusätzlichen 10 Schaltstunden und einer 15-minütigen internen Prüfung auch Schaltfahrzeuge fahren darf, berechnen manche Fahrschulen einen Aufschlag von 100 € bis 200 €. Andere Schulen bieten B197 zum gleichen Grundpreis an, weil sie argumentieren, dass Automatikschüler weniger Übungsstunden brauchen und das den Mehraufwand ausgleicht. Aus unserer Sicht ist B197 die bessere Wahl als die reine Automatik-Ausbildung, weil man sich später nicht auf Automatik beschränken muss und die Zusatzkosten mit 100 € bis 200 € überschaubar sind.
