A2 Führerschein: Voraussetzungen Und Motorradwahl
Der A2 Führerschein ist für viele Motorradbegeisterte in Deutschland der ideale Einstieg in die Welt der kraftvolleren Zweiräder. Diese Fahrerlaubnisklasse ermöglicht es Personen ab 18 Jahren, Motorräder mit einer Leistung von bis zu 35 kW (48 PS) zu fahren und bildet die wichtige Brücke zwischen dem kleineren A1 und dem unbeschränkten A.
Wer sich für den A2 Führerschein entscheidet, profitiert von einem gestuften Zugang zum Motorradfahren, der sowohl Sicherheit als auch Fahrfreude vereint. Die Nachfrage ist hoch: Laut Kraftfahrt-Bundesamt (www.kba.de) wurden allein 2023 über 68.200 A2 Führerscheine neu ausgestellt, Tendenz steigend.
Besonders attraktiv ist diese Klasse für junge Erwachsene, die bereits mit 18 Jahren mobil sein möchten, ohne auf Motorradleistung komplett verzichten zu müssen. Gleichzeitig bereitet A2 optimal auf den späteren Aufstieg zur unbeschränkten Klasse A vor.
Beispiel aus der Praxis: Ein 19-jähriger Auszubildender aus Leipzig absolvierte seine A2-Ausbildung in vier Monaten. Dank Vorbesitz der Klasse B sparte er zwei Wochen Theorieunterricht. Seine Gesamtkosten beliefen sich auf 1.650 Euro inklusive aller Prüfungen und 18 Fahrstunden. Solche realen Erfahrungen zeigen: Mit guter Planung ist der A2 Führerschein zügig und kalkulierbar erreichbar.
In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige zu Voraussetzungen, Kosten, erlaubten Motorrädern, Upgrade-Möglichkeiten und praktischen Tipps rund um den A2 Führerschein. Alle Informationen basieren auf der aktuellen Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) in der Fassung vom 13. Dezember 2024 (Stand: April 2025).

Key Takeaways
- Der A2 Führerschein berechtigt ab 18 Jahren zum Fahren von Motorrädern mit maximal 35 kW (48 PS) Leistung und einem Leistungsgewicht von höchstens 0,2 kW/kg gemäß § 6 Abs. 1 FeV.
- Die Gesamtkosten liegen bundesweit zwischen 1.200 und 2.200 Euro, abhängig von Region, Fahrschule und individueller Übungsstundenanzahl (Quelle: ADAC Fahrschulpreisvergleich 2024).
- Wer bereits den Führerschein Klasse B besitzt, spart 6 Theorie-Doppelstunden und kann die Ausbildung um etwa zwei bis vier Wochen verkürzen.
- Nach zwei Jahren Besitz des A2 Führerscheins ist ein vereinfachter Aufstieg zur unbeschränkten Klasse A möglich, meist nur mit praktischer Prüfung (§ 15 Abs. 3 FeV).
- Motorräder mit mehr als 70 kW Ausgangsleistung dürfen auch nach Drosselung nicht mit A2 gefahren werden – eine wichtige gesetzliche Einschränkung gemäß § 6 Abs. 3 FeV.
- Beliebte A2-Motorräder sind Yamaha MT-07, Honda CB500F, KTM 390 Duke und Kawasaki Z650, alle werkseitig auf 35 kW begrenzt oder leicht drosselbar.
Table of Contents
A2 Führerschein
Der A2 Führerschein ist eine in der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) definierte Klasse, die Motorräder mit einer Motorleistung von maximal 35 Kilowatt (kW) und einem Verhältnis von Leistung zu Gewicht von höchstens 0,2 kW pro Kilogramm erlaubt. Das entspricht rund 48 PS und ist damit deutlich leistungsstärker als die A1-Klasse, jedoch noch begrenzt gegenüber der offenen Klasse A.
Diese Führerscheinklasse richtet sich vor allem an 18- bis 23-Jährige, die mobil sein möchten, aber noch nicht die Altersgrenze für den Direkteinstieg in Klasse A erreicht haben. Auch ältere Fahrer wählen A2 oft bewusst, um schrittweise Fahrerfahrung aufzubauen.
Gemäß § 6 Abs. 1 FeV ist die Klasse A2 Teil des gestuften Zugangs zum Motorradführerschein. Wer zwei Jahre lang A2 besitzt, kann durch eine verkürzte praktische Prüfung zur Klasse A aufsteigen, ohne erneut theoretische Prüfungen ablegen zu müssen. Dieses System basiert auf der EU-Richtlinie 2006/126/EG und fördert sicheres Fahren durch progressive Leistungssteigerung.
Gut zu wissen: Der A2 Führerschein schließt automatisch die Klassen A1 und AM ein. Wer A2 besitzt, darf also auch Leichtkrafträder bis 125 ccm und Mopeds führen, ohne separate Prüfungen ablegen zu müssen. Das macht A2 zur vielseitigsten mittleren Motorradklasse.
Ein wesentlicher Vorteil für die Praxis: Das Leistungsgewicht von 0,2 kW/kg bedeutet konkret, dass ein 170 kg schweres Motorrad maximal 34 kW Leistung haben darf. Diese Berechnung ist wichtig beim Kauf gebrauchter Maschinen.
Zusammenfassend gilt: Der A2 Führerschein ist der ideale Einstieg für alle, die ab 18 Jahren Motorrad fahren möchten und dabei ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung, Sicherheit und späteren Aufstiegsmöglichkeiten suchen.
Was Ist Der Unterschied Zwischen A1 Und A2 Und A?
Die Motorradführerscheinklassen in Deutschland folgen einem gestuften System, das sich nach Alter, Leistung und Hubraum unterscheidet. Diese Struktur wurde durch die EU-Führerscheinrichtlinie 2006/126/EG harmonisiert und gilt EU-weit ähnlich.
Die folgende Tabelle zeigt die wesentlichen Unterschiede:
| Klasse | Mindestalter | Max. Leistung | Max. Hubraum | Leistungsgewicht | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| A1 | 16 Jahre | 11 kW (15 PS) | 125 ccm | 0,1 kW/kg | Einstiegsklasse für Jugendliche |
| A2 | 18 Jahre | 35 kW (48 PS) | unbegrenzt | 0,2 kW/kg | Stufenführerschein, Upgrade nach 2 Jahren |
| A | 24 Jahre (Direkteinstieg) oder 20 Jahre (nach A2) | unbegrenzt | unbegrenzt | unbegrenzt | Vollständige Motorradklasse |
Klasse A1 eignet sich für Fahranfänger ab 16 Jahren, die erste Motorrad-Erfahrungen sammeln möchten. Die Beschränkung auf 125 ccm und 11 kW macht diese Klasse sicher und überschaubar für junge Fahrer. Typische Fahrzeuge: Honda CB125R, Yamaha YZF-R125.
Klasse A2 bietet ab 18 Jahren deutlich mehr Leistung und ermöglicht das Fahren alltagstauglicher Motorräder, die auch für längere Strecken und Autobahnfahrten geeignet sind. Die Drosselung oder Leistungsanpassung ist gesetzlich vorgeschrieben gemäß § 6 Abs. 3 FeV.
Klasse A ist die unbeschränkte Motorradklasse. Sie kann entweder direkt ab 24 Jahren erworben werden (§ 10 Abs. 1 Nr. 3a FeV) oder bereits ab 20 Jahren, sofern der Fahrer mindestens zwei Jahre die Klasse A2 besessen hat (§ 15 Abs. 3 FeV).
Dieser stufenweise Aufbau soll laut Bundesministerium für Digitales und Verkehr (www.bmdv.bund.de) die Verkehrssicherheit erhöhen, indem Fahrer schrittweise an höhere Leistungen gewöhnt werden.
Für Betroffene heißt das: Wer früh beginnt (A1 mit 16, A2 mit 18), kann bereits mit 20 Jahren unbegrenzt Motorrad fahren – ein klarer Vorteil gegenüber dem Direkteinstieg mit 24.
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A2 Führerschein Kosten Und Finanzielle Planung
Die Kosten für den A2 Führerschein setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: Anmeldegebühr der Fahrschule, Theoriestunden, Praxisstunden (Grund-, Überlandfahrten, Autobahn und Nachtfahrten), Prüfungsgebühren sowie Verwaltungskosten der Behörde.
Im Durchschnitt liegen die Gesamtkosten in Deutschland zwischen 1.200 und 2.000 Euro. In Großstädten wie München, Hamburg oder Berlin können die Preise aufgrund höherer Mieten und Personalkosten bis zu 2.200 Euro erreichen. In ländlichen Regionen sind Fahrschulen oft günstiger – laut ADAC Fahrschulpreisvergleich 2024 betragen die Durchschnittskosten in Sachsen oder Thüringen etwa 1.350 Euro, in Bayern bis zu 1.850 Euro.
Die folgende Übersicht zeigt typische Kostenpunkte (Stand: April 2025):
| Kostenposition | Durchschnittspreis | Anmerkungen |
|---|---|---|
| Anmeldegebühr Fahrschule | 150–250 € | Einmalig bei Vertragsabschluss |
| Theorieunterricht (12 Doppelstunden Grundstoff + 4 Zusatzstoff) | oft in Grundgebühr enthalten | Bei Klasse B Besitz: nur 6 Grundstoff-Doppelstunden |
| Fahrstunde (á 45 Minuten) | 50–80 € | Stark regional unterschiedlich |
| Sonderfahrten (5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten, 3 Nachtfahrten) | 600–960 € | Gesetzlich vorgeschrieben, insgesamt 12 Sonderfahrten (§ 5 Abs. 3 FahrschAusbO) |
| Theoretische Prüfung (TÜV/DEKRA) | ca. 25 € | Gebühr der Prüforganisation |
| Praktische Prüfung (TÜV/DEKRA) | 150–180 € | Einmalig, inkl. Prüfergebühr |
| Behördengebühren (Führerscheinantrag) | 40–50 € | Variiert nach Kommune |
Zusätzliche Übungsstunden erhöhen die Kosten. Wer mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen Sonderfahrten benötigt, sollte mit weiteren 200 bis 400 Euro rechnen. In der Praxis benötigen Fahrschüler durchschnittlich 16 bis 20 Fahrstunden (inklusive der 12 Sonderfahrten), abhängig von Vorkenntnissen und Lernfortschritt.
Gut zu wissen: Viele Fahrschulen bieten Paketpreise an, die Anmeldung, Theorieunterricht und eine festgelegte Anzahl Fahrstunden umfassen. Diese liegen meist zwischen 1.400 und 1.700 Euro. Vergleichen lohnt sich – Preisunterschiede von bis zu 30 Prozent zwischen Fahrschulen derselben Stadt sind keine Seltenheit.
Laut ADAC (www.adac.de) lohnt es sich, mehrere Fahrschulen zu vergleichen und nach Paketangeboten sowie Rabatten für Schüler oder Studenten zu fragen.
Für Betroffene heißt das: Eine realistische Budgetplanung sollte mindestens 1.500 Euro einkalkulieren, um unerwartete Mehrkosten wie Wiederholungsprüfungen oder zusätzliche Übungsstunden abzufedern.
Hinweis: Die genannten Kosten basieren auf Durchschnittswerten verschiedener Fahrschulen und können je nach Bundesland, Kommune und Fahrschule variieren. Stand: April 2025.
Wie Teuer Ist A2 Wenn Man B Hat?
Wer bereits den Führerschein Klasse B (Pkw) besitzt, profitiert von reduzierten Theoriestunden. Gemäß § 16 Abs. 2 FeV sind statt der vollen 12 Doppelstunden Grundstoff nur noch 6 Doppelstunden erforderlich. Die 4 Doppelstunden klassenspezifischer Zusatzstoff für Motorräder bleiben jedoch Pflicht.
Dadurch sinken die Gesamtkosten um etwa 100 bis 200 Euro, abhängig davon, wie die Fahrschule die Theoriestunden abrechnet. Auch der Zeitaufwand verringert sich um rund zwei bis drei Wochen, da weniger Theoriesitzungen besucht werden müssen.
Die praktische Ausbildung bleibt unverändert: Alle 12 Sonderfahrten gemäß § 5 Abs. 3 Fahrschüler-Ausbildungsordnung (FahrschAusbO) – 5 Überlandfahrten, 4 Autobahnfahrten, 3 Nachtfahrten – müssen absolviert werden, unabhängig vom Vorbesitz der Klasse B. Auch die praktische Prüfung entfällt nicht.
Praktisches Beispiel: Eine Fahrschülerin aus Hamburg mit B-Führerschein zahlte 1.450 Euro für ihren A2, während Fahrschüler ohne Vorbesitz durchschnittlich 1.650 Euro bezahlten – eine Ersparnis von rund 200 Euro und drei Wochen weniger Ausbildungszeit.
Zusammenfassend gilt: Wer den Pkw-Führerschein bereits hat, spart Zeit und moderate Kosten, die praktische Ausbildung bleibt jedoch im vollen Umfang bestehen.

Welche Voraussetzungen Gibt Es Für Den Motorradführerschein Der Klasse A2?
Um den A2 Führerschein zu erwerben, müssen mehrere gesetzliche Voraussetzungen gemäß § 10 FeV erfüllt sein:
Mindestalter: 18 Jahre (§ 10 Abs. 1 Nr. 2 FeV). Die Ausbildung darf bereits ein halbes Jahr vor dem 18. Geburtstag beginnen, die praktische Prüfung jedoch frühestens einen Monat vorher abgelegt werden.
Wohnsitz: Der Antragsteller muss einen ordentlichen Wohnsitz in Deutschland haben (§ 7 FeV). EU-Bürger mit Wohnsitz in Deutschland können den Führerschein problemlos erwerben.
Gesundheitliche Eignung: Ein Sehtest sowie ein Erste-Hilfe-Kurs sind verpflichtend (§ 12 FeV). Der Sehtest darf nicht älter als zwei Jahre sein und muss bei einer anerkannten Sehteststelle (Optiker, Augenarzt) durchgeführt werden. Der Erste-Hilfe-Kurs umfasst mindestens 9 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten gemäß § 19 FahrschAusbO.
Erforderliche Dokumente für die Anmeldung bei der Fahrschule und Führerscheinstelle:
- Gültiger Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung
- Biometrisches Passbild (35 × 45 mm)
- Sehtest-Bescheinigung (nicht älter als 2 Jahre)
- Erste-Hilfe-Kurs-Bescheinigung
- Bei Vorbesitz anderer Führerscheinklassen: Kopie des aktuellen Führerscheins
Die theoretische Prüfung umfasst 30 Fragen (20 Grundstoff, 10 Zusatzstoff), bei maximal 10 Fehlerpunkten gilt sie als bestanden. Zwei Fragen mit Wertigkeit 5 dürfen nicht beide falsch beantwortet werden. Die praktische Prüfung dauert mindestens 60 Minuten (§ 17 FahrschAusbO) und beinhaltet Grundfahraufgaben sowie Fahrt im Realverkehr.
Gut zu wissen: Wer innerhalb der letzten zwei Jahre fünfmal durch eine Fahrerlaubnisprüfung gefallen ist, muss eine Sperrfrist einhalten und kann zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung verpflichtet werden (§ 20 FeV).
Im Ergebnis: Die Voraussetzungen sind klar geregelt, standardisiert und bundesweit einheitlich, sodass Bewerber genau wissen, was auf sie zukommt.
Wie Lange Dauert Ein A2 Führerschein Wenn Man B Hat?
Die Dauer der A2-Ausbildung mit Vorbesitz der Klasse B verkürzt sich in der Praxis um etwa zwei bis vier Wochen, da nur 6 statt 12 Doppelstunden Grundstoff besucht werden müssen. Die durchschnittliche Gesamtdauer beträgt 2,5 bis 4 Monate, abhängig von folgenden Faktoren:
- Verfügbarkeit von Fahrstunden bei der Fahrschule
- Eigenes Lerntempo und Übungsbedarf
- Wartezeiten auf Prüfungstermine bei TÜV oder DEKRA
- Saisonale Nachfrage (im Frühjahr und Sommer sind Fahrschulen oft ausgelastet)
Wer intensiv übt und mehrmals pro Woche Fahrstunden nimmt, kann die Ausbildung in 6 bis 10 Wochen abschließen. Gerade Fahrer mit B-Führerschein bringen bereits Verkehrserfahrung mit, was das Lernen der motorradspezifischen Techniken (Schräglage, Blickführung, Kupplung) beschleunigt.
Praxisbeispiel: Ein 22-jähriger Berufspendler aus Stuttgart mit B-Führerschein absolvierte seine A2-Ausbildung in 9 Wochen mit zwei Fahrstunden pro Woche. Ohne Vorbesitz hätte er aufgrund der zusätzlichen Theoriestunden mindestens 12 Wochen benötigt.
Ist Der A2 Führerschein Unbegrenzt?
Ja, der A2 Führerschein ist zeitlich unbegrenzt gültig und muss nicht erneuert werden. Anders als das Führerscheindokument selbst, das alle 15 Jahre aus Fälschungsschutzgründen neu ausgestellt werden muss (§ 25 FeV), bleibt die Fahrerlaubnis der Klasse A2 lebenslang bestehen.
Allerdings gilt: Nach zwei Jahren Besitz der Klasse A2 kann ein Aufstieg zur Klasse A erfolgen (§ 15 Abs. 3 FeV). Dieser ist nicht verpflichtend, aber möglich. Wer den Aufstieg nicht durchführt, darf weiterhin nur A2-konforme Motorräder fahren.
Für den Aufstieg von A2 zu A ist lediglich eine praktische Prüfung oder in manchen Fällen eine Fahrerschulung erforderlich, keine erneute Theorieprüfung. Die genaue Regelung hängt davon ab, wann der A2 erworben wurde und welche Aufstiegsvariante die Fahrschule anbietet.
Zusammenfassend gilt: Der A2 Führerschein verfällt nicht, bietet aber nach zwei Jahren die Möglichkeit, auf die unbeschränkte Klasse A zu erweitern, ohne den vollen Ausbildungsumfang erneut absolvieren zu müssen.

Führerschein A2 Was Darf Ich Fahren?
Mit dem A2 Führerschein dürfen Krafträder gefahren werden, die folgende Kriterien gemäß § 6 Abs. 1 und 3 FeV erfüllen:
- Maximale Motorleistung: 35 kW (48 PS)
- Maximales Leistungsgewicht: 0,2 kW pro Kilogramm
- Maximale Ausgangsleistung vor Drosselung: 70 kW (95 PS)
Diese Regelung bedeutet konkret: Ein Motorrad darf gedrosselt werden, aber nur, wenn die Originalleistung nicht mehr als 70 kW beträgt. Stärkere Motorräder dürfen auch nach Drosselung nicht mit A2 gefahren werden.
Die folgende Tabelle zeigt erlaubte und nicht erlaubte Beispiele:
| Motorradmodell | Ausgangsleistung | Nach Drosselung | A2 erlaubt? |
|---|---|---|---|
| Yamaha MT-07 | 54 kW (73 PS) | 35 kW (48 PS) | ✅ Ja |
| Kawasaki Z650 | 50 kW (68 PS) | 35 kW (48 PS) | ✅ Ja |
| BMW S 1000 RR | 152 kW (207 PS) | 35 kW (48 PS) | ❌ Nein (Ausgangsleistung zu hoch) |
| Honda CB500F | 35 kW (48 PS) | keine Drosselung nötig | ✅ Ja |
| KTM 390 Duke | 32 kW (44 PS) | keine Drosselung nötig | ✅ Ja |
Zusätzlich schließt der A2 Führerschein automatisch die Klassen A1 (125 ccm, 11 kW) und AM (Mopeds bis 45 km/h) ein. Das bedeutet: Wer A2 besitzt, darf auch Roller, Leichtkrafträder und Mopeds fahren.
Wichtig zu beachten: Die Drosselung muss werksseitig erfolgen oder von einer anerkannten Fachwerkstatt mit Eintragung in die Fahrzeugpapiere durchgeführt werden. Eigenständige Manipulationen sind illegal und führen zum Erlöschen der Betriebserlaubnis sowie zu Strafen gemäß § 48 FeV und § 69a StGB (Fahren ohne Fahrerlaubnis).
Gut zu wissen: Die Drosselung wird in Feld 22 der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) vermerkt. Achten Sie beim Kauf gebrauchter gedrosselter Motorräder unbedingt auf diesen Eintrag und verlangen Sie die Drosselungs-Bescheinigung der Werkstatt.
Für Betroffene heißt das: Die Auswahl an A2-tauglichen Motorrädern ist groß, umfasst sportliche Naked Bikes, Tourer und Enduros, jedoch keine ungezügelten Supersportler.
Darf Ich Mit Einem A2 Führerschein Ein 600 Ccm Motorrad Fahren?
Ja, Hubraum ist nicht das entscheidende Kriterium für die A2-Fahrerlaubnis. Gemäß § 6 FeV sind ausschließlich Leistung und Leistungsgewicht maßgeblich, nicht der Hubraum.
Ein Motorrad mit 600 ccm darf mit A2 gefahren werden, solange:
- Die Motorleistung maximal 35 kW (48 PS) beträgt
- Das Leistungsgewicht höchstens 0,2 kW/kg beträgt
- Die Ausgangsleistung vor Drosselung nicht über 70 kW liegt
Beispiel: Die Yamaha XJ6 mit 600 ccm Hubraum und 58 kW Originalleistung kann auf 35 kW gedrosselt werden und ist A2-konform. Die Suzuki GSX-R600 mit 92 kW Originalleistung darf dagegen auch gedrosselt nicht mit A2 gefahren werden, da die Ausgangsleistung über 70 kW liegt.
Laut TÜV Süd (www.tuev-sued.de) ist entscheidend, dass die Drosselung in den Fahrzeugpapieren eingetragen ist und die entsprechende EG-Übereinstimmungsbescheinigung (COC-Papier) vorliegt.
Häufiger Fehler: Viele Käufer gebrauchter Motorräder prüfen nicht, ob die Drosselung korrekt eingetragen ist. Eine fehlende oder falsche Eintragung macht das Fahren illegal und kann bei Verkehrskontrollen zu Bußgeldern und Stilllegung des Fahrzeugs führen.
Wie Schnell Darf Man Mit Dem A2 Führerschein Fahren?
Die Höchstgeschwindigkeit wird nicht durch die Führerscheinklasse A2 begrenzt, sondern durch die jeweils geltenden Verkehrsvorschriften gemäß Straßenverkehrsordnung (StVO).
Innerorts gilt grundsätzlich 50 km/h (§ 3 Abs. 3 Nr. 1 StVO), außerorts 100 km/h (§ 3 Abs. 3 Nr. 2c StVO) und auf Autobahnen die Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, sofern keine abweichende Beschilderung vorhanden ist. Diese Limits gelten unabhängig davon, ob man A2, A oder eine andere Klasse besitzt.
Allerdings: Die technische Höchstgeschwindigkeit eines A2-konformen Motorrads mit 35 kW liegt typischerweise zwischen 160 und 180 km/h, abhängig von Gewicht, Aerodynamik und Übersetzung. Damit sind auch längere Autobahnfahrten problemlos möglich, auch wenn die Beschleunigung gegenüber offenen Maschinen gedämpfter ausfällt.
Die Leistung von 35 kW reicht für sicheres Überholen und zügiges Vorankommen auf allen Straßentypen vollkommen aus. Typische Beschleunigungswerte: 0-100 km/h in etwa 5 bis 7 Sekunden, je nach Modell.
Gut zu wissen: Auch gedrosselte Motorräder können Geschwindigkeitsüberschreitungen begehen. Bußgelder, Punkte in Flensburg und Fahrverbote gelten genauso wie für Pkw-Fahrer. Wer sich in der Probezeit befindet (diese gilt auch für den Motorradführerschein), riskiert bei A-Verstößen (z.B. mehr als 20 km/h zu schnell) eine Probezeitverlängerung auf vier Jahre und verpflichtende Nachschulungen gemäß § 2a StVG.
Tausende Starten Jährlich Mit A2
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Wie Lange Ist Es Von A2 Bis A?
Der Aufstieg von der Klasse A2 zur Klasse A ist nach einer Mindestbesitzdauer von zwei Jahren möglich. Diese Regelung ist in § 15 Abs. 3 FeV festgelegt und gilt für alle Inhaber der Klasse A2, unabhängig vom Alter.
Das bedeutet konkret: Wer mit 18 Jahren den A2 Führerschein erwirbt, kann bereits mit 20 Jahren zur unbeschränkten Klasse A aufsteigen. Wer den A2 erst später erwirbt (z.B. mit 25 Jahren), muss ebenfalls zwei Jahre warten, kann aber dann unbegrenzt Motorrad fahren.
Für den Aufstieg ist keine erneute Theorieprüfung erforderlich. Es genügt eine praktische Prüfung, die etwa 40 Minuten dauert und ähnlich wie die A2-Prüfung aufgebaut ist, jedoch mit leistungsstärkeren Motorrädern.
Alternativ bieten viele Fahrschulen eine Aufstiegsschulung an, die etwa 6 bis 10 Fahrstunden umfasst und ohne separate praktische Prüfung bei TÜV/DEKRA endet. Nach erfolgreicher Schulung stellt die Fahrschule eine Bescheinigung aus, mit der die Fahrerlaubnisbehörde die Klasse A im Führerschein einträgt. Die Kosten liegen zwischen 300 und 600 Euro, deutlich günstiger als ein kompletter Neuerwerb.
Laut ADAC (www.adac.de) entscheiden sich über 70 Prozent der A2-Inhaber innerhalb von drei Jahren für den Aufstieg zur Klasse A, da sie mehr Motorradauswahl und höhere Leistung wünschen.
Im Ergebnis: Der zweijährige Mindestbesitz sorgt für ausreichend Praxiserfahrung und ermöglicht einen sicheren, schrittweisen Zugang zu leistungsstarken Motorrädern. Wer früh beginnt, kann bereits mit 20 Jahren unbegrenzt Motorrad fahren.
Was Ist Das Beliebteste A2 Motorrad?
Die Beliebtheit von A2-Motorrädern hängt von Faktoren wie Preis, Zuverlässigkeit, Fahrspaß, Wiederverkaufswert und Alltagstauglichkeit ab. Laut Zulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts (www.kba.de) 2024 gehören folgende Modelle zu den meistverkauften A2-konformen Motorrädern:
- Yamaha MT-07: Sportliches Naked Bike mit 689 ccm Zweizylinder, werkseitig auf 35 kW drosselbar. Überzeugt durch Agilität, niedriges Gewicht (184 kg) und moderaten Preis ab ca. 7.500 Euro (Neupreis Stand 2025).
- Honda CB500F: Klassisches Allrounder-Motorrad mit 471 ccm und ab Werk 35 kW. Gilt als extrem zuverlässig und ideal für Einsteiger. Neupreis ab ca. 6.800 Euro.
- KTM 390 Duke: Leichtes, wendiges Motorrad mit 373 ccm Einzylinder. Besonders bei jungen Fahrern beliebt, Neupreis ab ca. 6.200 Euro.
- Kawasaki Z650: Sportliches Design, 649 ccm Parallel-Twin, drosselbar auf 35 kW. Hoher Wiederverkaufswert. Neupreis ab ca. 7.900 Euro.
- Suzuki SV650: Langlebiger V2-Motor mit 645 ccm, klassisches Design, oft als gebrauchtes Einsteigermodell gewählt. Gebraucht ab ca. 3.500 Euro.
Diese Modelle bieten ein gutes Gleichgewicht zwischen Anfängerfreundlichkeit und langfristigem Fahrspaß. Viele Fahrer behalten ihr A2-Motorrad auch nach dem Aufstieg zu Klasse A als Zweitmaschine oder verkaufen es mit geringem Wertverlust weiter.
Gut zu wissen: Gebrauchte A2-Motorräder verlieren weniger stark an Wert als andere Fahrzeugklassen, da die Nachfrage durch ständig neue Führerscheinabsolventen hoch bleibt. Ein drei Jahre alter Honda CB500F verliert durchschnittlich nur 25-30 Prozent seines Neupreises, verglichen mit 40-50 Prozent bei vielen Pkw-Modellen.
Praxistipp: Achten Sie beim Kauf gebrauchter A2-Motorräder auf vollständige Serviceheftpflege, korrekt eingetragene Drosselung und Unfallfrei-heit. Eine Gebrauchtfahrzeug-Überprüfung bei DEKRA oder TÜV kostet ca. 100-150 Euro, kann aber teure Fehlkäufe verhindern.
Ab Wann Darf Man Motorrad Fahren?
Das Mindestalter für Motorradführerscheine in Deutschland ist in § 10 FeV klar geregelt und hängt von der jeweiligen Klasse ab:
| Klasse | Mindestalter | Fahrzeugtyp |
|---|---|---|
| AM | 15 Jahre (in einigen Bundesländern; sonst 16 Jahre) | Mopeds, Roller bis 45 km/h |
| A1 | 16 Jahre | Leichtkrafträder bis 125 ccm, 11 kW |
| A2 | 18 Jahre | Motorräder bis 35 kW |
| A | 24 Jahre (Direkteinstieg) oder 20 Jahre (nach 2 Jahren A2) | Unbegrenzte Motorräder |
Die Ausbildung darf jeweils sechs Monate vor dem Mindestalter beginnen (§ 10 Abs. 4 FeV), die praktische Prüfung jedoch frühestens einen Monat vorher abgelegt werden.
Wer bereits mit 16 Jahren den A1 Führerschein erwirbt, kann mit 18 auf A2 und mit 20 auf A aufsteigen, sofern die jeweiligen Mindestbesitzzeiten eingehalten werden. Das ermöglicht besonders motivierten Fahrern einen frühen und umfassenden Zugang zur Motorradmobilität.
Beispiel aus der Praxis: Ein Fahrschüler aus Nürnberg begann mit 15,5 Jahren seine A1-Ausbildung, bestand die praktische Prüfung mit 15 Jahren und 11 Monaten und durfte ab seinem 16. Geburtstag legal fahren. Mit 18 stieg er auf A2 um und mit 20 auf die unbeschränkte Klasse A – insgesamt vier Jahre Motorrad-Erfahrung bis zur vollen Fahrerlaubnis.
Laut Bundesministerium für Digitales und Verkehr (www.bmdv.bund.de) soll diese Staffelung die Verkehrssicherheit erhöhen und junge Fahrer schrittweise an höhere Leistungen und Geschwindigkeiten heranführen.
Führerschein A1
Der Führerschein A1 berechtigt zum Führen von Leichtkrafträdern mit einem Hubraum von maximal 125 ccm und einer Leistung von höchstens 11 kW (15 PS). Das Leistungsgewicht darf 0,1 kW/kg nicht überschreiten (§ 6 Abs. 1 FeV).
Das Mindestalter beträgt 16 Jahre, was A1 zur ersten Motorradklasse für Jugendliche macht. Die Ausbildung umfasst 12 Doppelstunden Grundstoff, 4 Doppelstunden Zusatzstoff sowie praktische Fahrstunden inklusive Sonderfahrten.
Besonders attraktiv ist A1 für Schüler und Auszubildende, die eine kostengünstige und alltagstaugliche Mobilität suchen. Typische A1-Fahrzeuge sind die Honda CB125R, Yamaha YZF-R125 oder KTM 125 Duke. Die Unterhaltskosten sind niedrig: Versicherung ab ca. 60-80 Euro/Jahr, Verbrauch etwa 2,5 Liter/100 km.
Wer A1 zwei Jahre besitzt, kann vereinfacht auf A2 aufsteigen. Auch Inhaber der Klasse B können seit 2020 durch eine Zusatzschulung von mindestens 9 Unterrichtseinheiten (4 Theorie, 5 Praxis) die Berechtigung zum Führen von 125er-Motorrädern erwerben, bekannt als Schlüsselzahl B196 (§ 6b FeV) – ohne separate Prüfung.
Im Ergebnis: A1 ist der ideale Einstieg für junge Motorradbegeisterte und bietet bereits echtes Motorradgefühl bei überschaubaren Kosten und Risiken.
Führerschein AM
Die Klasse AM umfasst Mopeds, Roller und leichte Quads mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und einem Hubraum von maximal 50 ccm bei Verbrennungsmotoren oder einer Nenndauerleistung von maximal 4 kW bei Elektromotoren (§ 6 Abs. 1 FeV).
Das Mindestalter liegt bundesweit bei 16 Jahren. In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wurde es auf 15 Jahre gesenkt (Bundesratsinitiative 2019, umgesetzt 2020).
AM ist in allen Motorradführerscheinklassen (A1, A2, A) sowie im Pkw-Führerschein (Klasse B) enthalten. Wer einen dieser Führerscheine besitzt, darf automatisch auch AM-Fahrzeuge führen.
Die Ausbildung ist vergleichsweise kurz und kostengünstig, die Gesamtkosten liegen zwischen 500 und 800 Euro. AM bietet vor allem in ländlichen Regionen ohne guten ÖPNV-Anschluss eine wichtige Mobilitätsoption für Jugendliche.
Zusammenfassend gilt: AM ist die niedrigste motorisierte Führerscheinklasse, ideal für erste Fahrerfahrungen und kostengünstige Kurzstreckenmobilität.

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Zwischen 1.200 und 2.200 Euro – kenne alle Gebühren, Sonderfahrten und Prüfungskosten im Detail. Mit klarer Budgetplanung vermeidest du unerwartete Mehrkosten und bleibst finanziell flexibel.
Frequently Asked Questions About A2 Führerschein
Was Ist Der A2 Führerschein Und Welche Voraussetzungen Gelten In Deutschland?
Der A2 Führerschein ist eine Motorradführerscheinklasse für Krafträder mit maximal 35 kW (48 PS) Leistung und einem Leistungsgewicht von höchstens 0,2 kW/kg. Voraussetzungen sind ein Mindestalter von 18 Jahren, Wohnsitz in Deutschland, bestandener Sehtest, absolvierter Erste-Hilfe-Kurs sowie erfolgreiche theoretische und praktische Prüfung. Die Ausbildung umfasst Theoriestunden (12 Grundstoff + 4 Zusatzstoff, bei B-Vorbesitz nur 6 Grundstoff + 4 Zusatzstoff), mindestens 12 Sonderfahrten und individuelle Übungsfahrten. Gemäß § 6 FeV ist diese Klasse Teil des gestuften Zugangs zum unbeschränkten Motorradführerschein Klasse A.
Führerschein A2 Was Darf Ich Fahren Und Welche Motorräder Sind Erlaubt?
Mit dem A2 Führerschein dürfen Motorräder bis 35 kW (48 PS) Leistung und maximal 0,2 kW/kg Leistungsgewicht gefahren werden. Die Ausgangsleistung vor Drosselung darf 70 kW nicht überschreiten (§ 6 Abs. 3 FeV). Typische A2-konforme Modelle sind Yamaha MT-07, Honda CB500F, Kawasaki Z650 und KTM 390 Duke. Außerdem sind die Klassen A1 (125 ccm, 11 kW) und AM (Mopeds bis 45 km/h) automatisch eingeschlossen. Der Hubraum ist nicht begrenzt, solange Leistung und Leistungsgewicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Die Drosselung muss in Feld 22 der Zulassungsbescheinigung Teil I eingetragen sein.

